{"id":105398,"date":"2023-06-23T09:57:56","date_gmt":"2023-06-23T07:57:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/2023\/06\/23\/gespraech-mit-vis-praesident-beat-walti-zur-situation-auf-dem-wohnungsmarkt\/"},"modified":"2023-07-20T16:42:45","modified_gmt":"2023-07-20T14:42:45","slug":"gespraech-mit-vis-praesident-beat-walti-zur-situation-auf-dem-wohnungsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/2023\/06\/23\/gespraech-mit-vis-praesident-beat-walti-zur-situation-auf-dem-wohnungsmarkt\/","title":{"rendered":"L&#8217;Entretien avec le pr\u00e9sident de l&#8217;AIS Beat Walti sur la situation du march\u00e9 du logement"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00abMieterinnen und Mieter sind unsere wichtigsten Kunden\u00bb<\/strong><\/p>\n<p><strong>Beat Walti, Pr\u00e4sident des Verband Immobilien Schweiz VIS, Nationalrat FDP ZH legt dar, wie private Investoren den steigenden Wohnungsbedarf decken k\u00f6nnen: Gesetze und Vorschriften m\u00fcssen national, kantonal und in den Gemeinden auf ein vern\u00fcnftiges Mass beschr\u00e4nkt und Bewilligungsverfahren vereinfacht werden. Staatliche Hilfe soll wirklich Bed\u00fcrftigen gezielter zugutekommen und ein Vorkaufsrecht der \u00f6ffentlichen Hand darf es nicht geben.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Beat Walti, Sie sassen Mitte Mai am \u00abRunden Tisch\u00bb zur Situation am Wohnungsmarkt. Wo machen Sie Handlungsbedarf aus?<br \/>\n<\/strong>\u00abWir k\u00f6nnten alles kleinreden und sagen: Es stehen schweizweit immer noch 1,3 Prozent aller Wohnungen leer; wo ist das Problem? Als Pr\u00e4sident des Verbandes der Immobilieninvestoren k\u00f6nnte ich einfach wiederholen, was seit Jahren gefordert wird: Es braucht bessere Rahmenbedingungen f\u00fcr die Immobilieninvestoren. So simpel ist es indes nicht. Es gibt in Zentren heute Wohnungsknappheit, nicht Wohnungsnot. Handlungsbedarf besteht vorab in vier Bereichen: Im Bereich der Raumplanung, bei den zu langen und zu komplizierten Baubewilligungsverfahren, bei der nicht gen\u00fcgend stattfindenden Verdichtung und schliesslich betreffend Verg\u00fcnstigung von Wohnraum f\u00fcr wirklich Bed\u00fcrftige. Investoren bringen L\u00f6sungen. Sie bauen \u2013 wenn man sie denn l\u00e4sst \u2013 und liefern dem Markt und damit ihren k\u00fcnftigen Mieterinnen und Mietern, was diese nachfragen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00abInvestoren liefern dem Markt und damit ihren k\u00fcnftigen<br \/>\n<\/em><em>Mieterinnen und Mietern, was diese nachfragen.\u00bb<\/em><\/p>\n<p><strong>Eine Ihrer NR-Kolleginnen (SP) warf Investoren und Immobilienfirmen k\u00fcrzlich vor, sie w\u00fcrden \u00abnur bauen, um eine m\u00f6glichst grosse Rendite herauszupressen\u00bb, w\u00e4hrend in Wohnbaugenossenschaften \u00abMenschen f\u00fcr andere Menschen\u00bb bauen w\u00fcrden.<br \/>\n<\/strong>\u00abDas ist Unsinn. Wohnbaugenossenschaften haben freilich ihre Berechtigung. Sie k\u00f6nnen aber bei weitem nicht alle Probleme l\u00f6sen. So zu tun, als w\u00fcrde genossenschaftlicher und gemeinn\u00fctziger Wohnbau das Angebot \u00fcberall, und vor allem auch in den Zentren, wo die Lage angespannt ist, f\u00fcr alle g\u00fcnstig verf\u00fcgbar machen, ist Augenwischerei. Das Beratungsunternehmen W\u00fcest Partner hat errechnet, dass in der Schweiz in drei Jahren rund 50\u2019000 Wohnungen fehlen werden. Diesen Bedarf k\u00f6nnen Genossenschaften bei weitem nicht decken. Genossenschaftswohnungen bleiben dem allen zug\u00e4nglichen freien Markt zudem weitestgehend entzogen. Das kann die Angebotsverknappung auch zus\u00e4tzlich versch\u00e4rfen. Der Immobilienmarkt und dabei der Wohnungsbau d\u00fcrfen auch nicht nur aus der Perspektive der Sozialpolitik angeschaut werden. Als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind die meisten von uns \u00fcber Vorsorgegelder in den Pensionskassen \u00abMiteigent\u00fcmer\u00bb von Renditeliegenschaften auf dem Markt. Eine Rendite ist nichts Unanst\u00e4ndiges, sie schafft im Gegenteil Anreize f\u00fcr weitere Investitionen in neuen Wohnraum. Und ein gr\u00f6sseres Angebot reguliert und beschr\u00e4nkt im Wettbewerb auch die Preise.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Warum soll es nicht gut sein, wenn die \u00f6ffentliche Hand Wohnungen baut?<br \/>\n<\/strong>\u00abDie \u2013 in aller Regel \u2013 verg\u00fcnstigten Objekte sind einem kleinen Kreis vorbehalten und kommen gar nie auf den offenen Markt wo die Mehrheit der Menschen ihre Wohnung suchen. Wir ben\u00f6tigen einen liquiden, beweglichen Wohnungsmarkt. Lebensumst\u00e4nde und Bed\u00fcrfnisse ver\u00e4ndern sich, Menschen ziehen um und sie sollen auch dann wieder gute Angebote finden. \u00d6ffentlicher \u2013 und verg\u00fcnstigter &#8211; Wohnbau schafft aber keine Bewegung im Wohnungsmarkt, er l\u00e4hmt ihn.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00abDer Immobilienmarkt und dabei der Wohnungsbau d\u00fcrfen nicht nur aus der Perspektive der Sozialpolitik angeschaut werden.\u00bb<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sie pr\u00e4sidieren seit dem 10. Mai den Verband der Immobilieninvestoren (VIS). Was ist zu tun? \u00ab<\/strong>Mieterinnen und Mieter sind unsere wichtigsten Kunden. Immobilieninvestoren wollen f\u00fcr sie jenen Wohnraum bauen und anbieten, den sie ben\u00f6tigen und auf dem Wohnungsmarkt nachfragen. Wenn wir das rasch und f\u00fcr Menschen mit verschiedensten Bed\u00fcrfnissen tun sollen, dann m\u00fcssten Beh\u00f6rden dazu \u00fcbergehen, einige H\u00fcrden aus dem Weg zu schaffen. Das Beispiel des Kantons Z\u00fcrich ist frappant: hier hat sich die Zeitspanne bis zur Erteilung einer Baubewilligung bei Grossprojekten in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt, n\u00e4mlich von 184 Tagen auf 324 Tage. Liegt die Baubewilligung einmal vor, steht immer noch der Weg durch alle Instanzen an \u2013 mit Verfahrensdauern und H\u00fcrden, welche Projekte \u00fcber Jahre verz\u00f6gern \u2013 und gef\u00e4hrden &#8211; k\u00f6nnen. Vom Runden Tisch habe ich vor allem eine Zahl mitgenommen: In der Zeit zwischen 2016 und Februar 2023 hat die Zahl der erteilten Baubewilligungen in der Schweiz gegen\u00fcber 2016 um 27.9 Prozent abgenommen. Das macht uns Sorgen. Hier gilt es anzusetzen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Wie beurteilen Sie denn die derzeitige Situation auf dem Wohnungsmarkt?<br \/>\n<\/strong>\u00abIch will weder sch\u00f6nreden noch schwarzmalen. Die Schweiz ist ein gefragter und attraktiver Arbeitsmarkt. Sie ist nach wie vor ein begehrter Standort f\u00fcr Unternehmen, KMU\u2019s wie internationale Firmen. Das soll so bleiben. Wir ben\u00f6tigen dringend ausl\u00e4ndische Fachkr\u00e4fte, aber die Zuwanderung erh\u00f6ht die Nachfrage und versch\u00e4rft logischerweise die Situation auf dem Schweizer Wohnungsmarkt. Wir m\u00fcssen annehmen, dass die Migration in der n\u00e4chsten Zeit kaum abnehmen wird. \u00dcber die letzten Jahre ist zudem der individuelle Fl\u00e4chenbedarf der Bev\u00f6lkerung gestiegen. Wir k\u00f6nnen auch absch\u00e4tzen, wie viele Wohnungen unter den heutigen Rahmenbedingungen in den n\u00e4chsten Jahren auf den Markt kommen werden: Es sind viel zu wenige, um die steigende Nachfrage angemessen abdecken zu k\u00f6nnen. Aber die starke Nachfrage ist auch eine grosse Chance, die wir nutzen wollen. Wir k\u00f6nnen f\u00fcr den Schweizer Wohnungsmarkt bedarfsgerecht bauen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>&#8230; und die Wohnungsknappheit in den St\u00e4dten beheben?<br \/>\n<\/strong>\u00abMan muss realistisch sein: G\u00fcnstiger Wohnraum beispielsweise f\u00fcr Familien mit mittlerem und unterem Einkommen entsteht nicht im grossen Stil in st\u00e4dtischen Kernzonen. Dort ist Bauen sehr teuer und mit zu vielen Auflagen behaftet. Es ist schlicht unm\u00f6glich, dass alle mitten in Basel oder Z\u00fcrich eine besonders g\u00fcnstige Wohnung finden k\u00f6nnen. Auch deshalb m\u00fcssen unsere St\u00e4dte noch wachsen k\u00f6nnen: Schlieren oder Altstetten etwa sind heute attraktive und pulsierende Wohn- und Arbeitsgebiete, und man kommt in k\u00fcrzester Zeit ins Zentrum der Stadt Z\u00fcrich. Es gibt in vielen stadtnahen Agglomerationen modernen, nachhaltig gebauten und erschwinglichen Wohnraum. Der ist zudem hervorragend erschlossen. Und der Ausbau geht weiter: Eben haben wir im Parlament f\u00fcr neue Agglomerationsverkehrsprogramme \u00fcber 1.6 Milliarden Franken gesprochen und wir werden in den kommenden Jahren weiter massiv in Schiene und Strasse investieren \u2013 denn bereits drei Viertel der Schweizer Bev\u00f6lkerung wohnen in diesen Agglomerationen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00abEs ist schlicht unm\u00f6glich, dass alle mitten in Basel oder Z\u00fcrich eine besonders g\u00fcnstige Wohnung finden k\u00f6nnen\u00bb.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Artikel 24 der Bundesverfassung gibt das Recht, \u00absich an jedem Ort des Landes niederzulassen\u00bb.<br \/>\n<\/strong>\u00abZum Gl\u00fcck. Das soll so bleiben. Die Bed\u00fcrfnisse von Wohnungssuchenden sind auch sehr unterschiedlich. Dieser Vielfalt k\u00f6nnen wir nur mit einem funktionierenden Markt gerecht werden. Das staatliche Erstellen und Zuteilen von Wohnraum sind deshalb genau die falschen Mittel. Der Staat sollte nicht weiter massiv intervenieren und den Markt noch weiter verknappen. So wird die Niederlassungsfreiheit mindestens indirekt eingeschr\u00e4nkt. Modernen Wohnraum in gen\u00fcgender Menge bereitzustellen obliegt Investoren und Unternehmern: Nur sie k\u00f6nnen und m\u00fcssen das leisten \u2013 man muss sie aber auch machen lassen. Ohne private Investoren gibt es keinen Wohnungsmarkt.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Was sollen denn Politik und Staat tun?<br \/>\n<\/strong>\u00abWeniger! Es braucht attraktivere Rahmenbedingungen, damit rasch neue Projekte umgesetzt und zus\u00e4tzliche Angebote geschaffen werden. Auf Bundesebene m\u00fcssen wir dagegenhalten: Das Mietrecht muss gelockert und vereinfacht, nicht versch\u00e4rft werden. Der Wettbewerb soll die Mieten auf einem vern\u00fcnftigen Niveau halten, nicht staatliche Renditekontrollen und Mietzinsdeckelungen mit viel unn\u00f6tiger B\u00fcrokratie. Weitere \u00fcppige Geldverteilung f\u00fcr subventionierten und gemeinn\u00fctzigen Wohnungsbau torpediert dieses Ziel ebenfalls. Damit verdr\u00e4ngt der Staat private Investoren und Vermieter \u2013 notabene mit Steuergeldern, und verknappt das Angebot im Markt. Das ist keine gute Entwicklung. Auch ein Vorkaufsrecht f\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand darf es keinesfalls geben, denn es f\u00fchrt ebenfalls dazu, dass Land und Wohnungen dem potenziellen Wohnungsmarkt entzogen werden. Es ist auch alles andere als klar, ob mit diesen staatlichen Interventionen die Unterst\u00fctzung l\u00e4ngerfristig bei den Menschen ankommt, die sie wirklich ben\u00f6tigen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00abDie Bed\u00fcrfnisse von Wohnungssuchenden sind sehr unterschiedlich. Dieser Vielfalt k\u00f6nnen wir nur mit einem funktionierenden Markt gerecht werden.\u00bb<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00abAuch die L\u00e4rmschutzverordnung stellt uns in ihrer heutigen Form vor Probleme. Ganze Siedlungsentwicklungen fallen ihr zum Opfer, weil die Vorschriften lebensfremd sind. Letztlich verunm\u00f6glicht sie in vielen F\u00e4llen den Zubau tausender neuer Wohnungen, f\u00fcr die schon heute eine Nachfrage im Markt besteht \u2013 und die \u00fcbrigens gerade bei Ersatzneubauten gegen\u00fcber der bestehenden Situation sehr deutliche Verbesserungen bringen w\u00fcrden. Sie verhindert h\u00e4ufig, dass v.a. in den Zentren die raumplanerisch geforderte Verdichtung stattfinden kann.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Was k\u00f6nnten Kantone und Gemeinden konkret tun?<br \/>\n<\/strong>\u00abAuch im st\u00e4dtischen Bereich w\u00e4re weniger mehr: Ortsbildschutz, Bau- und Zonenordnungen und insgesamt hohe raumplanerische Auflagen f\u00fchren mitunter dazu, dass keine Verdichtung erreicht werden und kein g\u00fcnstiger Wohnraum entstehen kann \u2013 obschon das geltende Raumplanungsgesetz genau dies vorschreibt. Das Bundesinventar der sch\u00fctzenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS, also Ortsbildschutz f\u00fcr bewohnte Siedlungen, ist ein gutes Beispiel: Kantone und Gemeinden m\u00fcssen das Inventar bei der Erarbeitung ihrer Planungen ber\u00fccksichtigen, als wissenschaftlich erarbeitetes Instrument mit absoluter G\u00fcltigkeit. Solange auf der gr\u00fcnen Wiese gebaut wurde, war der Ortsbildschutz kein grosses Konfliktthema. Heute aber sollte in Gemeinden verdichtet gebaut werden \u2013 und es kommt logischerweise zu Kollisionen mit dem Ortsbildschutz. Wir m\u00fcssen diese Vorschriften mit dem \u00fcbergeordneten Bedarf nach geeignetem Wohnraum in Einklang bringen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abMieterinnen und Mieter sind unsere wichtigsten Kunden\u00bb Beat Walti, Pr\u00e4sident des Verband Immobilien Schweiz VIS, Nationalrat FDP ZH legt dar, wie private Investoren den steigenden Wohnungsbedarf decken k\u00f6nnen: Gesetze und Vorschriften m\u00fcssen national, kantonal und in den Gemeinden auf ein vern\u00fcnftiges Mass beschr\u00e4nkt und Bewilligungsverfahren vereinfacht werden. Staatliche Hilfe soll wirklich Bed\u00fcrftigen gezielter zugutekommen und ein Vorkaufsrecht der \u00f6ffentlichen Hand [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-105398","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-communique-de-presse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105398","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105398"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105398\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105401,"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105398\/revisions\/105401"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105398"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=105398"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vis-ais.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=105398"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}